Kelten in der Bretagne
Die Kelten, eine indogermanische Sprecher- bzw. Sprachgemeinschaft (und kein ethnisch einheitliches Volk), waren in der Bretagne in der Eisenzeit (etwa 800 v.Chr. bis 600 n.Chr.) sesshaft geworden. Sie nannten diese Aremorica. Für das 2 Jahrhundert vor Christus lassen sich 5 größere Stammesverbänder belegen: die Veneter (Süd Bretagne), die Osimier (Nord-West Bretagne), die Redoner (Ost Bretagne), die Coriosoliter (Nord Bretagne) und die Namneten (Süd Ost Bretagne). Diese Stammesverbände waren untereinander zerstritten und kämpften gegeneinander gegen die Vorherrschaft in Aremorica. Erst der Einmarsch der Römer unter Gaius Julius Cäsar im Rahmen der Gallischen Kriege einigte die Stämme unter Vorherrschaft der Veneter im Wiederstand gegen die römische Expansion. Mit dem Sieg Cäsars im Jahre 56 v. Chr. endet die Geschichte der Kelten als eigenes Gemeinwesen und unter eigener Administration in der Bretagne. Im Zuge der Romanisierung verschwand die Keltische Sprache bis zum Ender der Spätantike. Aus den kulturellen Elementen der Kelten und den Einflüssen der römischen Invasoren formte sich in der Folge die als relativ eigenständig betrachtete gallo-römische Kultur.
Die Kelten der Bretagne, waren laut Cäsars Buch ?die gallischen Kriege? ein tief religiöses Volk. Neben einem Pantheon verschiedener Götter, war die Naturverbundenheit des keltischen Glaubens bezeichnend. Die Druiden, als Bevollmächtigte für rituelle Handlungen, Heil- und Schriftkunde sowie als Lehrer dieser Priesterämter, waren in der keltischen Gesellschaft besonders hoch angesehen. Der weltweit bekannteste Kelte der Bretagne ist wohl Asterix, auch wenn dessen Erfinder und Zeichner eine keltische Herkunft nicht explizit darstellt.
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